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Das Stollwerck-Mausoleum in HohenfriedHier können Sie die Festschrift zum
75. Kirchweihjubiläum öffnen. |
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„Die Kirche soll vollständig den
Bedürfnissen der evangelischen Gemeinde zur Verfügung stehen, es sollen in
ihr alle Amtshandlungen) vorgenommen werden. Insonderheit soll alle 14 Tage
im Anschluss an den Aiblinger Gottesdienst für die umwohnenden Evangelischen
ein Gottesdienst abgehalten werden. Die Zahl derselben beträgt mindestens
zwischen 40 und 50, im Sommer würde sich dieselbe durch Sommergäste erhöhen. So berichtete der Aiblinger Pfarrer
Hermann Braun dem Landeskirchenamt München 1927 über den Bau des
Stollwerck-Mausoleums Hohenfried. |
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Die wenigen evangelischen Christen in
und um Feldkirchen gehörten damals zur Kirchengemeinde Bad Aibling. Zu Beginn
des Kirchenjahres 1924/25 hatte der legendäre Pfarrer Hermann Braun in
Feldkirchen monatliche Andachten eingerichtet. Sie wurden in der Wohnung des
Schreiners Peetz am Kellerberg abgehalten. Dass es nicht bei diesem Provisorium
blieb, verdanken wir dem Generalkonsul
Karl Stollwerck, Sohn des Gründers der
gleichnamigen Schokoladenwerke. Er hatte sich Anfang des Jahrhunderts
entschlossen, seinen Wohnsitz von Köln an einen ruhigeren Ort zu verlegen.
Seine Wahl fiel auf den Bauernhof „Giglberger“ bei Feldkirchen. Der Hof wurde
ab 1919 zum Herrschaftshaus „Hohenfried“ ausgebaut. Der Besuch einer Bibelstunde beim
Schreiner Peetz brachte seine Gattin Fanny Therese Stollwerck auf die Idee,
einen würdigeren Gottesdienstraum zu schaffen. Karl Stollwerck hatte ohnehin
geplant, in nächster Nähe zu Hohenfried eine „Anstalt für erholungsbedürftige
Großstadtkinder“ zu gründen, zu der auch eine kleine Kirche gehören sollte.
Dazu kam es leider nicht, da der Ausgang des 1. Weltkrieges die
wirtschaftliche Lage völlig verändert und die französische Regierung das
Vermögen von Fanny Stollwerck eingezogen hatte. Von der geplanten
Erholungseinrichtung blieb nur die Anstaltskirche übrig. Auch ein tragisches
Ereignis in der Familie Stollwerck beeinflusste den Bau der Kirche. Die
Adoptivtochter Carlita war 1911 im Alter von nur 14 Jahren an Blutkrebs
gestorben. Jahre später beschlossen Fanny und Karl Stollwerck, die
sterblichen Überreste ihrer Tochter nach Hohenfried zu überführen und dort in
einem kostbaren Marmorsarkophag beisetzen zu lassen. Am 27. September 1927 wurde das im neuklassizistischen
Stil errichtete Mausoleum, vom Volksmund auch „Schokoladenkirche“ genannt,
eingeweiht. Die beiden Stifter, Karl und Fanny Stollwerck, starben 1932 bzw.
1943 und fanden ihre letzte Ruhestätte in den bereits aufgestellten
Marmorsarkophagen. Das Mausoleum ging in den Besitz einer Stiftung über, die
vom bayerischen Kultusministerium verwaltet wird. Die Bilder der
Stifterfamilie sind in der Sakristei zu sehen. Über ihre Intention gibt eine
Tafel am Eingang Auskunft. Die Inschrift lautet: Erbaut 1927 Spätestens beim 50-jährigen Jubiläum
1977 wurde deutlich, dass die Kirche zu klein geworden war. Die Gemeinde war enorm
gewachsen und so stellte der Kirchenvorstand Überlegungen zum Bau eines
Gemeindezentrums in Feldkirchen-Westerham an. Am 1. Advent 1983 wurde die
Emmauskirche eingeweiht und schon bald Zentrum eines regen evangelischen
Gemeindelebens. Doch das Stollwerck-Mausoleum geriet
nicht in Vergessenheit. Einmal im Monat und auch zu höheren Feiertagen kommt
die Gemeinde darin zusammen, um ihren Gottesdienst zu feiern. 70 Jahre lang
haben Menschen hier die Botschaft des Evangeliums gehört und daraus Kraft und
Ermutigung geschöpft. Kinder und Erwachsene wurden getauft, Jugendliche
konfirmiert, Brautpaare stellten sich unter Gottes Segen, und Trauernde
suchten und fanden Trost. Hohenfried wurde zu einer Quelle des Heils für
viele. Und so möge es
noch lange bleiben – |
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©2002 - 2008 Kirchengemeinde Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham Pfarrer Harald Höschler Evang. Pfarramt Bruckmühl Adalbert-Stifter-Str. 2 83052 Bruckmühl Tel. (08062) 4770 Fax 805339 Update am 22.3.2008 |